Am 11. März stimmt Emmen über die Ausarbeitung eines Fusionsvertrags mit der Stadt Luzern ab. Die mit 28'000 Einwohnern zweitgrösste Gemeinde der Zentralschweiz (nach der Stadt Luzern!) soll ohne Fusion angeblich nicht mehr existieren können. Grossstadtrat Peter With und Vital Burger, Präsident des Forums Emmen, erläutern, welche Gründe dass gegen die Fusion mit der Stadt Luzern sprechen. Sie entlarven die fadenscheinigen Gründe mit denen die Fusionsturbos zu überzeugen versuchen.
Der Zürcher Wirtschaftsprofessor Bruno S. Frey warnt davor, historisch gewachsene Einheiten und die verschiedenen Traditionen kaputt zu machen. Es gibt viele Vorteile in der Kleinräumigkeit, im Überblickbaren. Es ist auch kein Zufall, dass die Schweiz die öffentlichen Haushalte viel besser im Griff hat, als die grossen europäischen Staaten. Die Bürgerinnen und Bürger haben eine enge Beziehung zu ihrer Gemeinde, die nicht aufgelöst werden darf. Der Zusammenhalt zwischen Bürger und Staat geht sonst verloren und die Staatsverdrossenheit wird mit solchen strategischen Fusionen nur gefördert. Auch für die Weiterentwicklung unserer Schweiz wäre dies sehr gefährlich.
Nachdem die Gemeinden Ebikon, Kriens und Adligenswil mit 70 - 95 % Nein-Stimmen die "Starke" Stadtregion verworfen haben, bleibt nur noch die Abstimmung in Emmen. Obwohl es nur mit Emmen niemals zu einer starken Stadtregion kommen kann, halten der Gemeinderat von Emmen und der Stadtrat an der Fusion fest. Tatsache ist, dass wir Emmer uns ein Beispiel nehmen sollten an den anderen Gemeinden, die selbstbewusst und eigenständig in die Zukunft gehen wollen.
Das Fusions-Projekt „Starke Stadtregion Luzern“ erlitt einen beträchtlichen Dämpfer. Der Einwohnerrat von Emmen hat entschieden, die geplante Abstimmung vom Herbst 2011 zu sistieren, da die finanziellen Grundlagen fehlten. Die SVP-Motion fand dank Unterstützung der FDP eine Mehrheit.