Emmer Post 1/09
| 6 Schlagkräftige Argumente für ein eigenständiges Emmen |
|
|
|
| Mittwoch, 22. April 2009 um 13:29 Uhr |
|
Emmer identifizieren sich mit Emmen. Emmen ist die einzige Luzerner Agglomerationsgemeinde, bei der die Wahlbeteiligung in den vergangenen zwei Jahren in kommunalen Angelegenheiten höher war als bei eidgenössischen Vorlagen. Die Fusion entspricht keinem echten Bedürfnis der Emmer Bevölkerung. Sie wäre die Folge einer "Politik von oben."
Emmen ist stark genug, um selbständig zu bleiben. Der Finanzhaushalt hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Eine Fusion verursacht bedeutende Kosten und ist auch langfristig nicht selbsttragend. Andernfalls hätten Luzern und Littau den Kanton nicht um Millionen-Beiträge gebeten.
Emmen hat Zukunft. Die gute Verkehrsanbindung und das bedeutende Wachstumspotenzial in Gewerbegebieten machen Emmen als Wirtschaftsstandort, die schönen Wohnlagen mit freiem Bauland und die vielen Naherholungsgebiete als Wohnort attraktiv. Durch eine zunehmende Zersiedelung würde Emmen an Attraktivität einbüssen.
Emmen verliert ein Stück Heimat. Je grösser eine Gemeinde, desto anonymer das Verhältnis zwischen Einwohnern und Behörden. Nur dezentrale, von unten nach oben aufgebaute Strukturen lassen ein gesellschaftliches Umfeld entstehen, in dem sich die Menschen wohl fühlen und gerne mitarbeiten. Ausserdem: Blumenweg, Abendrain oder Reussmatt gibts in Emmen wie auch in Luzern. Die Bewohner dieser Emmer Strassen müssten sich wohl oder übel mit einer neuen Adresse abfinden.
Luzerner bestimmen über Emmer. Immer weniger Menschen regieren über immer mehr. Heute hat jeder Emmer Bürger 1 Stimme von 20'000. Nach einer Fusion wäre es noch 1 Stimme von 100'000. Luzerner bestimmen neu über den Flugplatz Emmen. Den Lärm und den Zerfall der Landpreise haben aber die Emmer. Abstimmungen vergangener Jahre – z.B. über Einbürgerungen und Parkplatzreglement – wären in einem GrossLuzern garantiert anders herausgekommen. Ebenso wäre die Tagesschule angenommen worden.
Emmen wird zu Luzerns Ghetto. Grossfusionen bereiten den Boden für wachsende Orientierungslosigkeit und Gewaltbereitschaft entwurzelter Jugendlicher. Die Anzahl der Sozialfälle pro Einwohner steigt erwiesenermassen mit der Grösse der Stadt. Probleme wie Ausländerkriminalität und Drogenhandel würden bei einer Fusion wohl nach Emmen "verschoben", so auch das Fixerstübli. |




