Jetzt Mitglied werden!

IG Emmen
6020 Emmenbrücke
PC: 60-9188-2

Emmer Post 1/09

Banner
Die Gemeinde Emmen an vorderster Front PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 09. Juni 2009 um 20:46 Uhr
Wie unsere Interessengemeinschaft Emmen (IGE) aus dem Luzerner Kantonsblatt Nr. 22 vom 30. Mai 2009 entnehmen konnte, hat nun auch die öffentliche Ausschreibung für das Projekt „Starke Stadtregion Luzern“ stattgefunden. Zwei Wochen nach der Volksabstimmung geht es also Schlag auf Schlag Richtung „ergebnisoffene Abklärungen“. An und für sich nichts aussergewöhnliches, tja, wenn einem da nur nicht die Rollenverteilung der Gemeinde Emmen in diesem Projekt ins Auge stechen würde.
 
Denn wie dem Ausschreibungsbeschrieb aus dem Luzerner Kantonsblatt zu entnehmen ist, fungiert die Gemeinde Emmen im Projekt „Starke Stadtregion Luzern“ als Vertreter für alle involvierten Agglomerationsgemeinden rund um die Stadt Luzern. Deshalb sind auch alle Anträge auf Teilnahme am Projekt an das Gemeindepräsidium Emmen, Gemeindeverwaltung, 6021 Emmenbrücke zu richten. Alle Fäden zu diesem Projekt scheinen im Emmer „Schoggiturm“ (Anm.: So werden die Gebäulichkeiten der Gemeindeverwaltung Emmen unter der Emmer Einwohnerschaft auch liebevoll genannt) zusammenzulaufen. Es gibt wahrlich zarter Versuchungen zu vernehmen, als die Rolle welche die Gemeinde Emmen nun zu spielen scheint.
 
Es grenzt fast schon an Ignoranz, wenn sich die politischen Instanzen in unserer Gemeinde sich zu einem solchen Verhalten hinreissen lassen und somit ein völlig falsches Signal gegen aussen zu setzen pflegen. Denn die Emmer Bevölkerung hat ebenso am selben Abstimmungssonntag vom 17. Mai 2009 die SVP-Initiative „Keine Fusionsabklärungen ohne das Volk“ äusserst knapp mit 52 % abgelehnt. Es gibt keine profanen Gründe weshalb die Gemeinde Emmen den Lead in diesem Projekt zu führen hat!
 
Ebenso bezeichnend ist auch noch, dass anschliessend an die Ausschreibung zum Projekt „Starke Stadtregion Luzern“ eine weitere Ausschreibung der Gemeinde Emmen im Luzerner Kantonsblatt folgt, nämlich die Ausschreibung über die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Gersag. Unsere Gemeinde hat weit wichtigere - wie eben zum Beispiel die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage oder die Betagtenzentren - aber halt weniger prestigeträchtigere Projekte in der Pipeline. Schade, denn unsere Gemeinde hätte es in dieser Zeit nötiger denn je, sich um die innerkommunalen Angelegenheiten zu kümmern, statt den Herrschaftsverwalter für die Agglomeration Luzern zu spielen!